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Könnte das Emoji bei der Suche nach Wachstum und dem „Aufhänger für Teens“ zum überzeugenden Tool für den Lebensversicherungsverkäufer werden?

Auf manchen außenstehenden Beobachter könnte die Versicherungsbranche archaisch wirken – vergleichbar mit einem alternden Rockmusiker, der seine alten Hits vor rheumageplagten Fans herunterspult und die Jugend von heute kalt und teilnahmslos lässt.

Natürlich bietet die Geschichte wertvolle Lektionen über die strategischen und taktischen Prinzipien, die in Athen, Karthago und Rom entwickelt wurden, doch hängt unsere Zukunft davon ab, dass wir uns an eine Welt anpassen, in der ein Tablet ein Datenendgerät ist, dass der Kommunikation dient und keine antike Tafel, auf der die zehn Gebote verzeichnet sind.

Die Herausforderung bleibt für uns weiterhin bestehen: Wie können wir jüngere Bevölkerungsgruppen vom Wert eines Produkts überzeugen, das langfristig eine abstrakte Belohnung verspricht?

Was das 21. Jahrhundert von uns fordert
Glücklicherweise haben die meisten von uns in der Tretmühle ein recht wirklichkeitsnahes Verständnis und Bild von der modernen Welt, da uns das 21. Jahrhundert zu noch größeren Leistungen anspornt. Und dennoch kann es trotz der allgemeinen Akzeptanz digitaler Verfahren, von SMS und Omnichannel-Marketing, von Produkten, die für eine neue Ära umgestaltet wurden, so wirken, als stieße die Botschaft auf taube Ohren.

Die Herausforderung bleibt für uns weiterhin bestehen: Wie können wir jüngere Bevölkerungsgruppen (die vor allem nach sofortiger Bedürfnisbefriedigung verlangen) vom Wert eines Produkts überzeugen, das langfristig eine abstrakte Belohnung verspricht? Wie binden wir diejenigen, bei denen sofortige Bedürfnisbefriedigung und wortlose Kommunikation die Norm sind? Wie erreichen wir jene, für die Lesen eher ein Konzept aus grauer Vorzeit ist?

Bei Jugendlichen zur Sache kommen
Vielleicht ist es an der Zeit, die von uns benutzte Sprache selbst zu überprüfen. Oder vielmehr die von der jungen Generation benutzte Sprache. In diesem Zusammenhang bietet der Versicherungsnewsletter „The Skinnie“ interessante Überlegungen. Wie diese Infografik mit dem Titel Life Insurance explained zeigt, ist es an der Zeit, bei den Jugendlichen zur Sache zu kommen und dabei ihre Sprache zu sprechen.

Dies mag vielleicht etwas weit hergeholt sein. Aber das ist die Zukunft. Wenn nachhaltiges Wachstum auch bei jüngeren Bevölkerungsgruppen gelingen soll, erfordert die Suche nach effektiven Vermarktungs- und Verkaufsansätzen für Lebensversicherungen radikales Denken. Oder wie schon Hannibal gesagt haben soll: „Aut viam inveniam aut faciam“ (Entweder ich finde einen Weg oder ich baue einen).